Capital | Immobilien Kompass

Die besten Wohnlagen in Hittfeld

Nils Ulrich nennt den Immobilienmarkt in Hittfeld schlicht „gesund“. Wenn ein Makler das sagt, kann das alles und gar nichts bedeuten. Der Chef von Ulrich & Ulrich Immobilien kann sich aber auch plakativer ausdrücken. „Hier gibt es keine Träumer, die Leute kaufen keine Luftschlösser“, so Ulrich. „Was über 400.000 Euro pro Objekt liegt, wird nur schwer gekauft, da wird die Luft schon dünn.“ 

Den richtigen Preis für ein Objekt zu ermitteln, scheint nicht nur in Hamburg ein zunehmendes Problem zu werden. Häufig liegen die Preisvorstellungen der Verkäufer jenseits aller Realität. „Wenn man eine Immobilie preislich nicht richtig platziert, liegt sie wie Blei“, sagt Ulrich. „Da können schon 10.000 Euro zu hoch angesetzt, entscheidend sein.“ 

So bleiben vermeintliche Top-Objekte Monate lang in der Vermarktung, während das Durchschnittshaus schneller den Besitzer wechselt. Wie im gesamten Landkreis Harburg herrschten 2011 auch in Hittfeld Kaufgesuche zwischen 250.000 und 300.000 Euro für eine Immobilie vor. Eigentumswohnungen im Neubau kosten zwischen 2000 und 3000 Euro je Quadratmeter – und sind nur im Ort selbst zu bekommen.

Ein billiges Pflaster ist der nah an Hamburg gelegene Ort mit seinen schicken Boutiquen und Edel-Restaurants zwar grundsätzlich nicht, aber Millionen-Beträge werden höchstens im Ortsteil Waldesruh ausgehandelt. Für die örtlichen Makler ist das Villenviertel aber längst nicht mehr die Top-Lage in Hittfeld: der Ortsteil Emmelndorf, zwischen dem Ortskern von Hittfeld und dem Bahnhof gelegen, liegt er zentraler als das abgelegene Waldesruh, das ohne Auto schlecht zu erreichen ist.

Aber selbst hier muss der Preis stimmen. Ein Reihenendhaus mit 160 Quadratmetern Wohnfläche für fast 500.000 Euro an den Verkäufer zu bringen hat im vergangenen Jahr auch viel Monate gedauert.