Anleger haben die Fuggerstadt entdeckt. Sie investieren kräftig, vor allem in Zinshäuser. Das lässt die Preise und Mieten weiter steigen. Aber vom Münchner Niveau sind sie weit entfernt.
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, von der man zu Fuß ins Kino gehen kann – davon träumte Kurt Tucholsky 1927 in seinem Gedicht „Das Ideal“. In Augsburg wird man bald tatsächlich so wohnen können. Denn in den zentralen Lagen der Stadt werden derzeit über 200 Hektar Freiflächen, auf denen einst Kasernen der US-Truppen und Textilfabriken standen, in Wohngebiete umgewandelt.
Die Stadtplanung setzt bei der Entwicklung bewusst auf Natur: Die neuen Reihen- und Doppelhäuser sind eingebettet in ein grünes Band, das sich vom Reesepark im Norden über Supply- und Sullivanpark bis zum Sheridanpark ziehen soll. Auch energetisch sind die teilweise mit Fotovoltaikanlagen oder Wärmepumpen ausgestatteten Häuser auf dem technisch neuesten Stand. Doch der Traum hat seinen Preis: Der Quadratmeter kostet zwischen 2500 und 3500 Euro.
Während im Jahr 2007 der erste Bauabschnitt der Wohnanlage Sheridanpark noch 2200 Euro pro Quadratmeter kostete, waren es im zweiten Bauabschnitt bereits 2500 Euro. Heute verlangt der Bauträger für vergleichbare Wohnungen bereits 2800 Euro. Ein Trend, der für viele gute Lagen in Augsburg gilt: Die Preise sind kräftig gestiegen.
Auch Einfamilienhäuser werden teurer. „In den vergangenen zwölf Monaten wurden Einfamilien- und Doppelhäuser binnen kürzester Zeit für zehn Prozent über dem Verkehrswert verkauft“, sagt der Immobiliensachverständige Jürgen Brehmer. Der Gutachterausschuss der Stadt spricht unverhohlen von einem Verkäufermarkt. Makler Wolfgang Höpker von Engel & Völkers differenziert: „Bei Bestandshäusern bis 500.000 Euro haben wir einen Verkäufermarkt. Nicht aber bei hochpreisigen Immobilien um die Million.“ Überzogene Preisvorstellungen ließen sich hier nicht durchsetzen.
Auch der Markt für Zinshäuser, also Mehrfamilienhäuser als Renditeobjekte, hat Fahrt aufgenommen. Insbesondere Anleger aus den sogenannten Big Seven – den Metropolen ...
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| Capital-Urteil** |



Das in den 80er und 90er Jahren entstandene Wohnviertel ist städtebaulich gelungen in dorfähnlicher Weise frei von Durchgangsverkehr angelegt. Die Nähe zu den Wertachauen, der B17 sorgt für Lageattraktivität. Da die Uhlandwiese sogar günstiger liegt, als der südliche Teil des neu entstandenen Sharidan-Parkes, erscheint eine Preisanpassung aufgrund des hohen Abstandes zu den Neubaupreisen dort wahrscheinlich. Eine Lage auf dem Weg zur gehobenen Wohngegend.
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