Die Universität wächst, die Wirtschaft wächst, die Einkommen steigen. Die Rally am Immobilienmarkt geht weiter. Die Preise ziehen an, und zwar zweistellig.
„Lebenswerteste Stadt der Welt.“ Mit diesem Label des Livcom Award wurde Münster schon im Jahr 2004 ausgezeichnet. Und geht es nach dem Rat der Stadt, bekommt die Westfalen-Metropole bald noch mehr internationales Renommee: Der Prinzipalmarkt mit seinen Giebelhäusern soll 2015 in das Unesco-Welterbe aufgenommen werden. Münster ist eine Stadt im Aufwind. Auch am Immobilienmarkt. Ein Ende der Rally ist nicht in Sicht.
Die Preise steigen und steigen, fast in allen Teilen der Stadt. Im vergangenen Jahr kletterten sie um zehn Prozent. Für das kommende Jahr prognostiziert Gerd Sasse von GN-Immobilien sogar noch mehr: plus 15 Prozent.
Hauptgrund: Münster steht in Sachen Wirtschaftskraft sehr gut da – besser als Köln und Düsseldorf. Das schlägt sich
in den Einkommen nieder. „Wer früher eine Wohnung in Münster gekauft hat“, so Sasse, „kauft heute ein ganzes Haus.“ Die klassische Immobilienkarriere.
Die neuen beliebtesten Viertel sind die alten: das Kreuzviertel, die Gegend rund um den Aasee, die Sentruper Höhe, das Mauritzviertel und das Erphoviertel. Die Nachfrage dort ist ungebrochen stark. Was, da sind sich die Makler einig, trotz der mittlerweile hohen Preise so bleiben wird.
Am meisten Bewegung gibt es auf dem Markt für Eigentumswohnungen. Besonders kleine sind gefragt, auch dafür sind die mehr als 37.000 Studierenden verantwortlich. Oft kaufen Eltern für ihre Kinder Apartments und verkaufen dann später wieder oder behalten sie als Kapitalanlage. Investoren bevorzugen Zweizimmerwohnungen zwischen 55 und
70 Quadratmeter, aber auch Drei- bis Vierzimmerwohnungen würden verlangt, berichtet Bernard Homann vom gleichnamigen Immobilienbüro.
Das Angebot ist bei steigender Nachfrage knapp, die Volksbank Münster geht von einer weiteren Verknappung von Mehrfamilienhäusern als klassischer Kapitalanlage aus. Volksbank-Experte Wilhelm Bornefeld-Ettmann: „Die Folge wird eine erhebliche Preissteigerung in diesem Segment sein.“
Den meisten Investoren geht es um Sicherheit, weniger um die Rendite – ...
mehr...

| Capital-Urteil** |



Ich wundere mich über die Quellen aus denen Sie ihre Kurzporträts der Wohnlagen in Münster erstellen. Vordergründig mag z.B. der Prozessionsweg 52 als eine gute bis sehr gute Lage aussehen. Sobald man sich allerdings tiefer mit dem Thema beschäftigt, wird einem sehr schnell transparent, dass auch hier wieder einmal mehr Sein als Schein ist. Dies ist für Münster leider eher die Regel als die Ausnahme! So wird der schöne Prozessionsweg (vor dem Kanal) gerne als schnelle Abkürzung und Umfahrung in bzw. aus der Stadt genutzt wird, was dazu führt, dass in dem angeblichen Wohngebiet (Zone 30) permanent an sieben Tagen in der Woche von 7 Uhr bis 22 Uhr starker Autoverkehr (für ein Wohngebiet) zu verzeichnen ist, der durch die rasenden Pizzaausfahrer von Joeys Pizza noch gekrönt wird. Ein weiteres Problem ist das / die soziale Gefälle / Mischung in dem Viertel. Auf der einen Seite hochwertige Ein- und Mehrfamilienhäuser und Villen auf der anderen Seite Sozialbauwohnungen (z.B. Skageragstrasse) und Arbeitersiedlungen ( z.B. Admiral Spee Strasse). Von einer der besten Wohnlagen kann folglich keine Rede sein, da dazu ein insgesamt stimmiges Umfeld gehört und das ist in diesem Viertel zumindest nicht gegeben. Ich kann nur jedem Interessenten dringend raten sich in dem Umfeld genau umzusehen und dieses genau und intensiv zu analysieren bevor man hier sehr viel Geld ausgibt.
6 von 7 Usern fanden diesen Beitrag hilfreich.Finden Sie diesen Beitrag hilfreich? ( Ja / Nein )