Was Ludwigsburg schon hinter sich hat, geschieht in Waiblingen dieses Jahr: Die Preise ziehen zurzeit bis zu fünf Prozent an, beobachtet Wolfgang Langer, Geschäftsführer von Engel & Völkers Waiblingen. Dies gilt beispielsweise für den Galgenberg, die Innenstadt sowie die Fugger- und die Marienstraße.
„Es gibt Interessenten, die für ein schönes, stadtnahes Haus mit Grundstück zwischen 400.000 und 750.000 Euro zahlen würden“, sagt Bernd Mergenthaler von Mergenthaler Immobilien in Waiblingen, „aber es gibt einfach keine entsprechenden Objekte.“ Kürzlich hatte er auf einer Immobilienmesse vier Häuser im Angebot. „Bei 30 ernsthaften Interessenten waren die sofort weg.“
Wie überall kann in Richtung Zentrum nur noch nachverdichtet werden: In guten stadtnahen Wohnlagen gibt es höchstens mal eine kleine Baulücke, wenn ein altes Gebäude nicht mehr wirtschaftlich ist und abgerissen wird. Aber neue größere Wohnprojekte finden sich dort nicht.
Die Kleinstadt mit rund 55.000 Einwohnern wächst nur noch in den Ortsrandlagen. Beispiel Galgenberg: Nach dem Galgenberg I und II entsteht nun ein weiteres Neubaugebiet: der Galgenberg IIa beziehungsweise III. Claus Falkenberg, Geschäftsführer der Riker Immobilien GmbH, gibt jedoch zu bedenken: „Der Galgenberg ist zwar eine sehr schöne, ruhige Lage, aber relativ weit weg von der Innenstadt.“ Von der Wohnqualität ist er nicht uneingeschränkt überzeugt: „Man wohnt dort mit Blick auf die Hochhäuser der 70er-Jahre und hat weder Einkaufsmöglichkeiten noch Cafés.“
Gebaut wird auch auf der Korber Höhe. Die günstigen Objekte (100 Quadratmeter für 230.000 Euro) sind jedoch zu 95 Prozent verkauft. Zurzeit werden dort weitere Reihenhäuser und größere Wohnungen errichtet. Im Remspark sind 60 Wohnungen für junge Familien entstanden. Ein potenzielles Neubaugebiet könnte Beinstein bieten, auf dem Gelände der ehemaligen Mineralbrunnen AG.
Doch gerade in den Randlagen greifen die Interessenten nicht wahllos zu. Das beweist das Gebiet Blütenäcker im Süden Waiblingens. Dort wurde so eng gebaut, dass sich nicht für alle ...
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| Capital-Urteil** |


